Das Entwicklungsteam – Die eigentlichen Helden?

Entwicklungsteam

Heldentum klingt immer so übertrieben. Und wir haben ja nun wirklich in den letzten Jahren viele Helden vor den Latz geknallt bekommen. Ich denke da an die Avengers, Spiderman, Iron Man. Aber Spaß beiseite. Das Entwicklungsteam, in Scrum, ist verantwortlich für die Umsetzung von Anforderungen, die vom Product Owner priorisiert werden. Diese Priorisierung erfolgt in einem Sprint Planning Meeting und das daraus folgende Artefakt ist der Sprint Backlog.

Was erstellt das Entwicklungsteam?

Die Hauptaufgabe des Entwicklungsteam ist das Abarbeiten des Sprint Backlogs und die Erzeugung des Inkrements am Ende des Sprints. Die Definition of Done hilft dabei dem Team zu entscheiden, ob ein Sprint Backlog Eintrag abgeschlossen ist oder nicht. Wenn dieser abgeschlossen ist, und die DoD erreicht hat, dann ist dieser Eintrag / das Item Bestandteil des Inkrements.

Das Inkrement ist die Summe aller Sprint Backlog Einträge.

Dieses fertige Inkrement wird in einer Sprint Review vorgestellt. Nur das Entwicklungsteam erstellt das Inkrement und niemand sonst. 

Wie erstellt das Entwicklungsteam das Inkrement?

Die Zusammenarbeit des Teams ist durch Selbstorganisation geprägt. Das Team ist damit befähigt alles zu tun um das Inkrement zu erstellen. Der Scrum Master steht stets als „Servant Leader“ zur Verfügung und unterstützt das Team, greift jedoch nicht in den Entwicklungsprozess mit ein und zeigt auf, auf welche Art und Weise die Sprint Backlog Einträge umgesetzt werden sollen.

Das zweite Buzzword neben „Selbstorganisation“ ist „cross-funktional“. Das Team sollte cross-funktional aufgestellt sein, heißt, es sollte alle Fähigkeiten im Team bündeln die nötig sind um aus dem Sprint Backlog auslieferbare Funktionalität zu erzeugen. Diese Aufstellung des Teams setzt auch voraus, dass es innerhalb des Teams keine speziellen Rollenprofile gibt. Es gibt keinen Architekten, Analysten oder ähnliches. 

Aber wird es nicht immer Experten geben?

Experten für bestimmte Technologien innerhalb eines Teams kann man einzelnen Mitglieder natürlich nicht absprechen. Diese Ausrichtung wird es immer geben. Es geht eher, wie der Scrum Guide es betitelt, um die „Rechenschaftspflicht“ die dem Team als Ganzes obliegt. Das Ziel innerhalb des Teams ist es klar die Expertise über den Produktzeitraum zu streuen. Einer „Bottleneck“ Situation möchte man entgehen. Alle Entwickler sollten theoretisch in der Lage sein alles im Backlog umsetzen zu können.

Die Größe eines Entwicklungsteams

3 Entwickler und maximal 9 Entwickler wird oftmals als Rahmen definiert.

Wenn das Team weniger als drei Mitglieder aufweist sinkt die Produktivität und die Interaktion miteinander geht stärker verloren. Wir haben gerade über den Punkt cross-funktionales Team gesprochen. Wenn das Team zu klein ist, läuft es eventuell Gefahr, das Inkrement nicht liefern zu können da nicht alle Fähigkeiten im Team gebündelt sind.

Was passiert, wenn das Team mehr als 9 Mitglieder hat? In diesem Fall kann es zu einer Mammutaufgabe werden alle an einen Tisch zu bekommen, besonders, wenn das gesamte Team nicht co-located (sprich im gleichen Raum) arbeitet. Der Koordinationsaufwand nimmt. Ein empirischer Prozess ist hier schwer steuerbar aufgrund der erhöhten Komplexität.

Wichtig: Der Product Owner und Scrum Master gehören nicht zum Team, sofern sie nicht selbst Einträge / Items aus dem Sprint Backlog umsetzen.

Zusammenfassung

Um noch einmal auf die Frage zurückzukommen – ist das Entwicklungsteam die eigentlichen Helden? Die Antwort: Nicht allein. Das Team trägt einen großen Teil zur Entwicklung von funktionierender Software bei. Sie definieren die Lösungen für die Probleme, die den User beschäftigen und die vom Business herauskristallisiert worden. Ohne den Product Owner würde es keine Anforderungen geben zur Umsetzung. Ohne den Scrum Master würde das Team mitunter ineffektiv arbeiten und Produkte erst später am Markt platzieren. Alle 3 Rollen im Scrum Team bilden eine Einheit und funktionieren daher am besten zusammen.



Über den Autor


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Mein Name ist Christopher Wieduwilt, ich bin agiler Coach und ich helfe Menschen, Teams und Organisationen ein agiles Mindset und kundenzentrierte Produkte zu entwickeln.





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